Kaffee,
das Lieblingsgetränk der Deutschen, existiert erst seit etwa
500 Jahren, die
Geschichte des Kaffeebaums jedoch ist erheblich älter. Seit
Menschengedenken hat
die Pflanze geblüht und Früchte getragen. Doch erst vor
kurzer Zeit hat der Mensch
entdeckt, wie man dem Kaffee sein Aroma und den vollen Geschmack
entlocken kann.
Seinen Siegeszug in Europa trat das Getränk "Kaffee“
von Konstantinopel aus an,
wo das erste Kaffeehaus im Jahre 1554 errichtet wurde. Die Holländer
und Portugiesen
brachten den Kaffee dann schließlich nach Westeuropa, wo jedoch
erst 1706 in
Amsterdam die Aufzucht des Kaffeebaums in Treibhäusern gelang.
Die Kaffeepflanze
Es gibt im Grunde nur zwei für den Konsum bedeutende Pflanzen:
Zum einen die
„Coffea Arabica“, die wohl besser als Arabica bekannt
ist, rund 75% der gesamten
Weltproduktion an Kaffee ausmacht und in Höhenlagen zwischen
400 und 1800 Metern
angebaut wird. Zum anderen die „Coffea robusta“, also
die Robusta Pflanze. Sie ge-
deiht am besten bei Temperaturen zwischen 24°C und 26 °C,
in einer Höhe von
300 bis 1000 Metern. Eine weitaus geringere Bedeutung für den
Weltmarkt spielen
die Kaffeearten Maragogype und Liberica.
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Anbaugebiete
Hauptanbaugebiete sind Lateinamerika, Südamerika, Afrika und
Teile Asiens. Als
Faustregel ließe sich sagen, dass Kaffee etwa 20° südlich
und nördlich des Äquators
angebaut wird. Der Kaffeebaum ist also ein Tropengewächs, welches
feuchtes und
heißes Klima bevorzugt.
Die Kaffeebohne
Nach der Blüte beginnt die Frucht des Kaffeebaums, die Kaffeekirsche,
heranzureifen.
Im Fruchtfleisch der Kaffeekirsche befinden sich je zwei Kaffeebohnen,
die eigent-
lichen Samen eines Kaffeebaums. Die Kirsche besteht aus verschieden
Schichten:
Der Haut, dem Fruchtfleisch, der und der bohneumhüllenden Silberhaut.
Der Arbeitsaufwand bei der Kaffeeernte ist enorm – um 500g
Kaffeebohnen zu
erhalten, benötigt man etwa 2,5 kg Kaffeekirschen. Doch sind
die Kirschen erst mal
gepflückt, muss nun die Bohne aus dem Fruchtfleisch gelöst
werden. Für die Weiter-
verarbeitung werden zwei unterschiedliche Methoden angewandt:
Die nasse und die trockene Aufbereitung.
Die nasse Aufbereitung, auch das „Waschen“ des Kaffees
genannt, geschieht in
großen Zisternen, die permanent von Wasser durchflossen werden.
Die unreifen
Kirschen werden dabei von den reifen getrennt, da unreife Früchte
aufschwimmen und
vom Wasserstrom davongespült werden. Nachdem die reifen und unreifen
Kirschen
voneinander getrennt wurden, lässt man sie eine gewisse Zeit
in Quelltanks aufquellen.
Ein Grossteil des gequollenen Fruchtfleisches kann nun maschinell
entfernt werden.
Die zweite Methode wird als trockene Aufbereitung bezeichnet, man
spricht dann von
„ungewaschenem Kaffee“. Bei dieser Art der Aufbereitung
werden die Kirschen
auf dem Boden ausgebreitet und in der Sonne, unter ständigem
Wenden getrocknet.
In Brechmaschinen wird das gedörrte Fruchtfleisch aufgebrochen
und von den
Bohnen getrennt.
Die Röstung
Der ausschlaggebende Schritt bei der Verarbeitung der Kaffeebohne
ist die Veredelung
durch das Rösten. Bevor das eigentliche Rösten des Kaffees
beginnen kann, müssen
diverse Proben von verschiedenen Kaffeesorten verkostet und beurteilt
werden. Ist eine
gute Sorte gefunden und eine ausgewogene Mischung definiert, folgt
nun das eigent-
liche Rösten, wobei man die Kaffeebohnen nie aus dem Auge, der
Nase und den Ohren
verlieren darf. Es bedarf also einer besonderen Sensibilität
und langjähriger Erfahrung,
um ein hochwertiges Produkt zu erzielen.
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