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Kunst bei Dinzler

Vernissage Richard Fuchs - Dinzler am Irschenberg

Der forschende intellektuelle Eifer mit dem Andreas Thieme seine Werke gleichermaßen als autonomes Objekt und als Lehrbeispiel entwickelt, sind in der Gegenwartskunst ungewöhnlich.
Die abstrakt surreal anmutenden Farbkompositionen versteht der Künstler als Kommunikationsmittel. Er selbst steht in ständigem Dialog zu seinen Werken, deren Formen thematische Assoziationen zulassen. Es ist die Rede von hohem Einfühlungsvermögen in einen sinnlichen Gegenstand und bedeutet: Vollbringen, sich in Bewegung befinden und dabei selbst geniessen. Emotionen werden verarbeitet, erfüllen sich während des Erschaffens im Bild, welches am Ende des Prozesses die Qualitätsprobe bestehen muss und erst dann freigelassen wird.
In günstigen Konstellationen treffen sich Produzent und Betrachter im Kern des Sichtbaren und schöpfen Genuss, Impulse für Geist und Seele und lassen ihrer Phantasie viel Raum für liberales Denken.

Andreas Thieme ist kontinuierlich gewachsen. Waren es in den Jahren seines Studiums in Dresden vorrangig ruhende Bildkonstruktionen in eher dunkler, zurückgenommener Farbigkeit, so aktivierte sich rasch folgend die Palette in Richtung höherer Kontraste. Seit gut 30 Jahren experimentiert er mit seinen ungewöhnlichen, akzentuierten Abstraktionen, niemals bunt gewürfelt sondern geschickt dosiert. Seine Werke in notwendiger Abgeschiedenheit entstanden, zeigen sich als unverwechselbar reichhaltig, eigenständig und eigensinnig, abseits aller Trends und Kunstströmungen.

Wir entdecken sie in der Galerie Neue Meister in Dresden, in der Nationalgalerie Berlin als auch in der Eremitage in Sankt Petersburg.

    AndreasThieme

      Vernissage Andrea Würtinger - Dinzler in der Kunstmühle

      „ For(s)tbestand“
      In den Werken, welche Andrea Würtinger in der Ausstellung „For(s)tbestand“ zeigt, geht es nicht um eine romantisierende Verklärung des so gerühmten Deutschen Waldes, vielmehr ist ihr Anliegen, über die aktuelle Erscheinungsform des Waldes hinaus den Blick darauf zu lenken, dass ungeachtet aller Eingriffe durch Menschenhand ein Forst ein nach wie vor von der Natur geprägtes Areal ist, dessen Erhalt große Mühe lohnt. Dabei entwickelt sie eine abstrakte Sicht auf den Wald sowohl in seiner Totalen als auch in seinen Einzelheiten, seine Wirkung auf die Emotionen des Menschen bis hin zu den Details seiner natürlichen Erscheinungsformen wie z.B. der Rinde.
      Die unendliche Vielfalt der Impressionen und Inspirationen, die ein Forst nahebringt, zeigt sich in den Arbeiten von Andrea Würtinger in sehr vielfältigen Betrachtungsweisen und eingesetzten Techniken. Sie bewegt sich in einem weiten Feld zwischen farbig und dunkel düster, zwischen abstrakter und vereinzelt auch buchstäblich sinnlich greifbarer Darstellung. Manchmal ist man sich nicht einmal sicher, ob es sich realiter um Bäume handelt oder um Bildstrukturen, die dazu dienen, durch eine statische Bildkomposition der Wirklichkeit entfremdete Raumvorstellungen zu erzeugen.
      Andererseits geht es ihr dann wieder um konkreten Realismus, wenn sie z.B Kaffee in die Farbe mischt, um die Reliefstruktur von Rinde herauszuarbeiten. Eines aber ist allen Bildern gemeinsam: Meist sind die Bäume kahl, Blätter gibt es nur vereinzelt – der For(s)tbestand ist gefährdet.

        Collage_Wuertinger