✓  Jede Röstung wird von einem unserer Röstmeister perfekt von Hand geröstet

    ✓  Jede Sorte hat Ihren eigenen Temperatur und Zeitverlauf und wird nach der Röstung auf ihren optimalen Röstgrad hin geprüft

    ✓ Bei unseren internen Verkostungen wird  die Qualität unserer Röstungen kontrolliert und die Aufnahme neuer Sorten festgelegt

    Der Ursprung

    Das Herz vomn DINZLER: Die Rösterei. Von Montag bis Freitag klingt durch die Rösterei der Rhythmus der Rösttrommeln, es ist warm und in der Luft liegt der Duft der Röstaromen. Die Rösterei ist der Ursprung, das Herz, der DINZLER Genusswelt. Hier kreieren die Röstmeister das unvergleichliche Aroma der erlesenen DINZLER Kaffeesorten. Jeder Handgriff, jede Einstellung muss sitzen. Nur dann entsteht aus einer Kaffeebohne köstlicher Kaffeegenuss in Ihrer Tasse. Vor Ihnen stehen die beiden GIESEN Trommel-Röstmaschinen: Seit 2019 rösten bei uns die pinken Maschinen und unterstützt die Röstmeister dabei mit modernster Technik. Röstereimeister Max Bauer erklärt Ihnen im Interview, wie das Rösten funktioniert und gibt seinen persönlichen Tipp für Kaffeeliebhaber ab. 

    Schonende Röstung für großen Genuss

    Die DINZLER Kaffeerösterei setzt auf das Langzeittrommelröstverfahren. Was wie ein Scherz der deutschen Grammatik klingt, entpuppt sich als Zauberformel für unvergleichlichen Kaffeegenuss. Denn hier werden die Bohnen besonders schonend geröstet. Dadurch können sich die verschiedenen Aromen der Kaffeebohne maximal entfalten. Doch für das Verfahren braucht es echte Experten, denn es muss Hand angelegt werden. "Sonst ist man im saueren oder bitteren Bereich", wie Röstereileiter Max Bauer im Interview erklärt. Dafür braucht es die geschulten Augen und die sensiblen Geschmacksnerven der Röstmeister. Die Handarbeit an der Rösttrommel und die Geduld zahlt sich aus: Durch langjährige Erfahrung entsteht in der Rösterei täglich die perfekt geröstete Kaffeebohne.

    "Die Arbeit mit einem Naturprodukt wird nie langweilig."

    Max Bauer leitet seit 2012 die Rösterei am Irschenberg. Im Interview erzählt er von seiner Leidenschaft für das Naturprodukt "Kaffee" und wie das Röstverfahren genau abläuft.

    Wie sind Sie Röstmeister bei DINZLER geworden?
    MB: "Ich habe 2005 kurz nach meinem Abitur bei DINZLER in Rosenheim angefangen Kaffee abzufüllen – als Nebenjob. Damals habe ich schon gemerkt, dass die Firma sehr lebendig ist und hier viel passiert. 2007 war dann schnell klar, dass ein zweiter Röstmeister aufgebaut werden soll und da musste dann mein Holztechnikstudium dran glauben. Ich habe sofort gemerkt, dass ich hier meinen Weg gehen werde. 2012 konnte ich dann am Irschenberg die Leitung der Rösterei übernommen."

    Wie waren die Anfänge der Rösterei?
    MB: "Sehr spannend! Als ich 2007 hier begonnen habe, waren wir zu viert in der Rösterei. Jetzt sind wir 18 Mitarbeiter. Das zeigt sehr gut, dass es nach wie vor sehr dynamisch ist."

    Wie lernt man Kaffee zu rösten?
    MB: "Die wichtigste Grundlage ist eine Affinität zum Produkt. Dazu gehört auch, dass man gerne Kaffee trinkt. Nur dann kann man das Produkt auch ernst nehmen. Kaffee ist immer noch ein Naturprodukt. Circa 60 Prozent laufen bei einer Röstung immer gleich ab, der Rest liegt in der Hand des Röstmeisters – das ist viel. Da kann man jetzt kein Buch aufschlagen und lesen und lernen. Kaffeerösten hängt extrem von Erfahrung ab."

    Wie läuft der Röstprozess ab?
    MB: "Wir rösten im Langzeittrommelröstverfahren – das bedeutet eine Röstdauer von 15-20 Minuten. Der Rohkaffee kommt in die Trommel, die durch Gas erhitzt wird und rotiert, damit die Bohnen in Bewegung bleiben und gleichmäßig geröstet werden. Dann passieren viele unsichtbare chemische Reaktionen. Was man von außen erkennen kann, ist die Größe – die Bohne wird größer und glatter. Die Farbe – sie wird dunkler. Und es riecht bisschen wie beim Toasten."

    Was ist das besondere am Langzeittrommelröstverfahren?
    MB: "Wir rösten mit Temperaturen von 200°C bis 220°C. In industriellen Betrieben werden die Bohnen mit bis zu 600°C geröstet, damit das alles viel schneller geht und man in der gleichen Zeit mehr Bohnen rösten kann. Je länger man aber röstet, umso bekömmlicher wird der Kaffee. Denn bei längeren Röstzeiten vermindert man die verschiedenen Säuren in den Bohnen. Röstet man allerdings zu lange, entstehen Bitterstoffe. Der optimale Röstgrad liegt folglich im ausgewogenen Verhältnis von Sauerkeit und Bitterkeit."  

    Was ist dabei die Herausforderung?
    MB: "Wir arbeiten nach wie vor mit einem Naturprodukt, das natürlichen Schwankungen unterliegt. Außerdem gibt es auch äußere Faktoren, wie das Wetter, die das Rösten beeinflussen. Die Herausforderung ist, dass das Endprodukt immer wieder gleich schmeckt. Dafür ist dann der Röstmeister zuständig – alle variablen Faktoren durch sein Knowhow auszugleichen. Zusätzlich hat der Röstmeister an der Trommel auch eine Sicherheitsfunktion. Kaffee brennt extrem schnell und sehr gut. Es passiert immer wieder, dass Röstereien abbrennen."

    Was ist das spannende am Beruf des Röstmeisters?
    MB: "Immer wieder rösten wir besondere Sorten in sehr kleinen Chargen und dementsprechend in einer höheren Preisklasse. Das ist schon immer besonders, weil es etwas anderes ist. Aber generell ist nach wie vor jeder Tag in der Rösterei spannend und bereichernd. Die Arbeit ist sehr erfüllend, weil man so nah am Endprodukt ist. Das heißt, ich sehe das Ergebnis sofort und bekomme auch direkt Feedback von den Kunden an der Bar oder im Laden. Durch die Arbeit mit einem Naturprodukt wird es definitiv nie langweilig." 

    Was bedeutet Ihnen die Rösterei?
    MB: "Zunächst viel Arbeit. Aber auch sehr viel Leidenschaft. Sonst kann man das auch nicht machen, weil man sich bei jeder einzelnen Röstung wieder für das Produkt begeistern muss. Das Produkt ist beim Anbau, als Bohne, bei der Röstung und der Verarbeitung so sensibel, dass man es an keiner Stelle vernachlässigen darf."

    Wie sieht ein durchschnittlicher Tag als Röster aus?
    MB: "Jeden Freitag treffen wir uns zunächst mit einem Gremium und testen den Kaffee, oder denken uns neue Sorten aus. Das dauert circa eine Stunde. Bei uns läuft das nicht so ab, wie bei den Winzern und es wird nur geschlürft und ausgespuckt. Beim Kaffee muss man auch den Nachgeschmack testen und wie es sich im Magen anfühlt. Danach geht es dann in die Rösterei. Man testet die neuen Chargen, kümmert sich um den Einkauf, überwacht das Abfüllen und den Versand und hilft im Lager. Es gehört also schon mehr dazu, als „nur“ an der Trommel zu stehen und Kaffee zu trinken." 

    Was ist Ihr Geheimtipp für Kaffeeliebhaber?
    MB: "Wir stecken hier so viele Emotionen und Leidenschaft in das Produkt, dass wir uns wünschen, dass die Konsequenz, die wir hier bei der Verarbeitung strikt durchziehen, auch Zuhause übernommen wird. Das heißt, unsere Mühen in der perfekten Aromakreation zahlen sich nur dann aus, wenn man den Kaffee richtig zubereitet: passende Bohnen und Mahlgrad für die jeweilige Maschine. Dafür muss man sich gar nicht so viel mit Kaffee beschäftigen. Man kann sich einfach im Bohnenladen beraten lassen und bekommt mit Sicherheit das passende Produkt."

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