Besuch der Kaffeeplantage in Tansania – ein Reisebericht

Di 02.07.19

Besuch der Kaffeeplantage in Tansania – ein Reisebericht

Jedes Jahr bekommen einige ausgewählte Mitarbeiter der DINZLER Kaffeerösterei die Chance, nach Tansania zu fliegen, um die Qualität des Kaffeeanbaus zu überprüfen und einen Eindruck von der Arbeitsweise vor Ort zu gewinnen. Auch ich durfte dieses Mal dabei sein und möchte Ihnen meine Erlebnisse hier in einem kurzen Reisebericht schildern: 

 

 

 

Abfahrt ist um 4 Uhr morgens, wir trinken natürlich erst einmal einen Kaffee am Flughafen. Thomas versichert sich noch bei mir: „Unser Gepäck geht direkt an unseren Zielflughafen in Tansania, oder?“. „Ja klar, mach dir keine Sorgen“, antworte ich. Anschließend fliegen wir von München nach Amsterdam und dann noch einmal achteinhalb Stunden zum internationalen Flughafen Kilimanjaro in Tansania. Wir kommen abends an, es ist schon dunkel und die warme, afrikanische Luft fühlt sich angenehm an nach dem langen Flug. Wir machen uns auf den Weg zur Gepäckausgabe, um unser Gepäck zu holen, doch ein Koffer fehlt! Thomas erkundigt sich beim Flughafenpersonal. „Yes Mr. Thomas, Ihr Koffer steht noch in Amsterdam, aber Hakuna Matata, wir bringen Ihr Gepäck zu Ihnen in Ihre Unterkunft“. 

Die erste Nacht verbringen wir dann in einem Guesthouse in Arusha. Am nächsten Morgen fahren wir ca 140 Kilometer zur Shangri-La Farm am Rande des Ngorongoro-Kraters. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir Dörfer mit bunten Marktständen am Straßenrand, zahlreiche Motorrad-Taxis mit bis zu drei Mitfahrern und mitten im Nirgendwo sind immer wieder Menschen zu Fuß unterwegs. Wir fahren an Massai Frauen vorbei, schwer beladen mit Feuerholz auf dem Kopf und an Massai Hirten, die sorgfältig auf Ihre kostbaren Rinder und Ziegen aufpassen.

Endlich erblicken wir links und rechts Kaffeepflanzen. Die Aufregung steigt - deswegen sind wir gekommen. Die Kaffeeplantage liegt auf circa 1.700 Metern Höhe und das Klima wird jetzt ein kleines bisschen kühler. Der Blick über die Farm ist atemberaubend - Kaffeepflanzen so weit das Auge reicht. Unser Guesthouse liegt genau an der Grenze zur Ngorongoro Conservation Area. Abends werden wir sogar von Elefanten besucht, wobei im Dunkeln nur die funkelnden Augen und die Umrisse erkennbar sind.

Über Nacht regnet es und so verwandelt sich die Straße in zentimeterdicken, klebrigen Matsch. Der Rundgang zu Fuß gleicht einem Abenteuer. Patrick, der Farm Manager, zeigt uns, wie die jungen Kaffeepflanzen gezogen werden und erklärt die Verarbeitung der Kaffeekirschen von der Ernte bis zur Trocknung. Wir dürfen sogar selbst kleine Kaffeestauden einpflanzen.

Anschließend besuchen wir die betriebsinterne Kinderkrippe. Dort wird der Nachwuchs der Farmarbeiterinnen betreut. Die Kinder sind ganz aufgeregt, denn wir kommen selbstverständlich nicht mit leeren Händen. Gummibärchen, Kekse, Seifenblasen, Malbücher, Stifte und Kuscheltiere haben wir aus Deutschland mitgebracht.

Schließlich begeben wir uns zu dem Teil der Kaffeeplantage, auf dem unser DINZLER Kaffee exklusiv angebaut wird. Auf einer Fläche von mehreren Hektar wachsen hier die Kaffeekirschen für unseren einzigartigen Kaffee und Espresso Ngoro Ngoro. Durch den fairen und direkten Einkauf der Bohnen beim Kaffeebauern können soziale Projekte vor Ort unterstützt werden, wie beispielsweise die Kinderkrippe. Nach einem kurzen Rundgang dürfen wir den Pflückerinnen bei der Arbeit helfen und ernten gemeinsam mit ihnen die roten Früchte von den Kaffeepflanzen. Auch wenn wir uns nicht wirklich verständigen können, unsere leuchtenden Augen sprechen eine gemeinsame Sprache – alle haben Spaß. Wir staunen, wie geschickt die Frauen ihr Werk verrichten, wir tun uns dabei wesentlich schwerer. Später erklärt uns Patrick, wie stolz die Frauen auf ihre Arbeit sind, denn sie sorgen damit für das Einkommen ihrer Familien.

Zurück im Guesthouse kann Thomas sein Glück nicht fassen. Sein Reisekoffer ist tatsächlich wie versprochen vom Flughafen angeliefert worden.

Am letzen Tag zeigt uns Damian, der uns die letzten Tage bekocht und umsorgt hat, wie er Kaffee röstet. Vor einigen Jahren bewerkstelligte er dies noch in winzigen Mengen über der Feuerstelle. Jetzt freut er sich über einen kleinen PROBAT Röster, mit dem auch die DINZLER Kaffeerösterei ihre Anfänge nahm. Aufgrund der schlechten Lichtverhältnissen verlässt sich Damian ganz auf seine Nase und sein Gefühl. Stolz zeigt er uns, wie er arbeitet. Constantinidis, unser Röstmeister, schaut ihm dabei genau über die Schulter und gibt ihm ein paar Tipps, wie er das Ergebnis noch weiter verbessern kann.

Mit einer frisch gerösteten Tasse Ngoro Ngoro Kaffee setzen wir uns noch einmal gemeinsam zum Abschluss auf unserer Terrasse und blicken erschöpft, aber glücklich über die weitläufigen Kaffeefelder der Shangri-La Farm, bevor wir ein wenig wehmütig die Heimreise zurück nach München antreten. 

 

Auf unserer kurzen Reise nach Tansania durften wir hautnah miterleben: “Direkt gehandelt” ist beim Kaffee der DINZLER Kaffeerösterei nicht nur eine Floskel, sondern wird tatsächlich gelebt!

Dieser Reisebericht stammt von Kathrin, einer langjährigen, engagierten Servicemitarbeiterin der DINZLER Kaffeerösterei. Sie ist Mutter von zwei Kindern, die beide die betriebsinterne Kinderkrippe „Die kleine Kaffeebohne“ besuchen.

Kaffee Kiboko

Wir beziehen den Rohkaffee direkt von Familie Vohora, die die Farm bereits in dritter Generation betreibt. Seit über 90 Jahren strebt die Familie danach, aus dem fruchtbaren Boden besten Rohkaffee zu gewinnen. Neben dem Kaffeeanabau von Arabica Kaffees auf Spitzen Niveau, ist es ein Ziel von Farmmanager Francis Mutavi Biodiversität zu erhalten und zu fördern: Neben Kaffeebäumen und Sträuchern, werden auf den Plantagen auch Bienenstöcke kultiviert.

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Espresso Kiboko

Die Arabica Bohnen unseres DINZLER Kaffee Kiboko stammen von den Hängen des Ngoro Ngoro Kraters in der Region Oldeani in Tansania. Auf einer der höchstgelegenen Plantagen Tansanias am Hang des Weltkulturerbes, dem Ngoro Ngoro Krater, gedeiht unter einzigartigen Bedinungen dieser besondere, Rainforest Alliance zertifizierte Arabica.

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